Orchid Paws DBE-Projekt

 

 

 

 

Warum eigentlich DBE?

 

 

Das werde ich tatsächlich häufiger gefragt, da nicht unbekannt ist, dass ich wohl einer der größten Kritiker der Zucht mit dieser Mutation war bzw. immer noch bin. Aber erst einmal von vorn.

 

 

Ich persönlich war ja schon immer von den blauäugigen Maine Coons in Vollfarbe fasziniert und sie hatten etwas magisches für mich, was auch kein Geheimnis war. Dennoch sah ich die Zucht mit diesen Tieren als sehr risikoreich an. Ich verfolgte die Thematik mit den dominant blauen Augen seit ihren Anfängen und bekam auch mit, welche „Züchter“ hier durch immer wieder unbedachte Rückverpaarungen Kitten produzierten, um diese dann für horrende Summen zu verkaufen, ungeachtet auf Gesundheit und dergleichen. Unter diesen Umständen wurden viel zu kleine Kitten geboren, teils hatten sie Wachstumsschwächen, krumme Gliedmaßen, hatten viel zu kleine Augen, unterentwickelte Tränenkanäle mit daraus resultierenden Augenerkrankungen und massive Augenabstände, und viele davon starben noch vor Erreichen der 16. Woche. Überlebende wurden dann teuer in Zuchten verhökert. Die Tiere sahen für mich wirklich „schwerbehindert“ aus. Für mich ist dies unverantwortlich und noch immer verurteile ich diese Art von „Zucht“ in jeglicher Hinsicht.

 

 

Da in mir aber auch ein Forscher und Entdecker steckt, begann ich dann auf Linienforschung zu gehen und habe mir die verschiedenen, blauäugigen Tiere aus den unterschiedlichen Linien einmal genau angesehen und hier konnte man deutliche Unterschiede erkennen. Die Tiere aus den Rückverpaarungen sahen auch noch nach Generationen „eher speziell“ aus, woraufhin Tiere aus blutsfremden Paarungen wirklich normal aussahen, bis auf ihre blauen Augen versteht sich.

 

 

Ich wusste nun also im ersten Moment, welche Linien der Zucht eher schaden, als sie voranzubringen. Diese bleiben aber mein kleines Geheimnis. Wer aber in Pawpeds weiß, wo er suchen muss, der wird es aber auch selbst schnell herausfinden.

 

 

Für mich stand bis zu dem Zeitpunkt als unsere Leolincoon Blue Bell aus Österreich zu uns kam fest, dass ich keine DBE züchten möchte. Ich hatte sie damals im Internet gesehen und zeigte sie meinem Mann mit dem Hinweis, dass sie in meinen Augen die perfekte DBE mit dem richtigen Stammbaum sei, wenn man vor hätte ordentlich mit dieser Mutation zu arbeiten. Da mein Mann die blauäugigen Coons auch toll findet, hat er Blue Bell als Überraschung für mich gekauft.

 

 

Und das war wirklich eine Überraschung, oder eher ein Schock für mich! Denn geplant war ein DBE Projekt nach all dem Vorwissen nicht wirklich von mir. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Und so begann meine Reise in die Welt der blauen Augen.

 

 

Wichtig gleich zu erwähnen ist: DBE-Zucht gehört NICHT in die Hände von Anfängern!!! Ganz und gar, gar nie nicht!!!

 

 

Außerdem sollte man genau wissen mit was man züchtet. Je mehr Mutationen für blaue Augen im Tier „schlummern“ umso schwieriger wird das Ganze nämlich, da jede Mutation auch andere Schwierigkeiten bergen kann. Man sollte sich daher auf die Zucht mit lediglich einer Mutation beschränken.

Mittlerweile gibt es 6 Gene die für DBE verantwortlich sind und in der Maine Coon zu finden: Celestial, Altai, Agosto und Rociri, sowie 2 weitere, welche in China entdeckt wurden.

 

 

Vor Zuchteinsatz sollte man daher mal das Geld in die Hand nehmen und sein Tier testen lassen, damit man weiß, mit welcher Genetik man es zu tun hat.

 

Auf messybeast.com sind ganze Ahnenreihen mit der DBE-Vererbung verlinkt, wir senden dort auch für die weitere Forschung unsere Testergebnisse hin.

 

 

Unsere Zucht beschränkt sich auf die Arbeit mit DBE-RE (basierend auf Rociri Elvis)

 

 

 

Mein DBE-Projekt werde ich aber nur in ganz kleinem Rahmen führen. In Zuchten gebe ich, wenn überhaupt nur ein Tier ab, wenn der Züchter mit dieser Materie auch wirklich vertraut ist und gewillt, genauso zu arbeiten wie wir.

 

 

Wie arbeiten wir?

 

 

Unsere DBE Tiere, werden VOR Zuchteinsatz komplett auf folgende Erkrankungen hin untersucht:

 

 

Ausschluss von HCM und PKD mittels Ultraschall von unserer Pawpeds zertifizierten Kardiologin

 

 

Ausschluss HD, ED, PL mittels Röntgen

 

 

Ausschluss von Taubheit oder Schwerhörigkeit mittels Audiometrietest

 

 

Natürlich müssen sie HCM, PKDEF, SMA, FXI und Blutgruppe n/n sein

 

 

Da es fatal ist, nicht zu wissen mit welchen Genen man züchtet, sind unsere Tiere auf alle 4 DBE-Varianten getestet (Rociri Elvis, Altai, Celestial, Agosto). Wir züchten lediglich mit der Mutation von Rociri Elvis. Eine Vermischung der unterschiedlichen Gene ist fahrlässig und kann Krankheiten hervorbringen. Daher gehört die Zucht mit DBE keinesfalls in die Hände von Anfängern!

 

 

Unsere DBE-Liebhabertiere ziehen nur frühkastriert aus! Jedes DBE-Tier wird vor Abgabe audiometrisch getestet.

 

 

Tiere die für die Zucht angefragt werden und keine blauen Augen zeigen, werden ebenfalls auf die Mutationen getestet, um eine latente Trägerschaft auszuschließen.

Sind diese Kitten n/n so besteht kein Risiko, dass diese, wie höre ich es so oft „die guten Maine Coon Linien zerstören“, oder irgendwann in einem Wurf blauäugige Kitten auftauchen.

Dies ist dann schlichtweg nicht möglich!

 

 

Latente Träger ziehen daher auch nur frühkastriert aus!

 

 

 

 

Anmerkung:

 

 

Bei DBE handelt es sich NICHT, wie von unwissenden Menschen behauptet, um einen Gendefekt! Es handelt sich um eine Mutation, die wie in diesem Falle blaue Augen bei Vollfarbe hervorbringt. Man kann es sich ähnlich vorstellen wie bei der Hunderasse Australian Sheperd, wo mit dem Merle-Gen gezüchtet wird. Dieses führt auch zu blauen Augen und dem speziell gescheckten Merle Fell.

Und auch hier ist es so, dass man 2 Merle Tiere niemals miteinander verpaaren darf, da es dann zu schwersten Missbildungen und Todesfällen kommt. Genauso ist es bei der DBE Maine Coon - etwas vereinfacht erklärt!

 

 

Die Verpaarung von DBExDBE ist tierschutzrelevant und stellt einen Verstoß gegen §11 TSchG dar. Deswegen ist es immens wichtig zu wissen, was in seinen Tieren für eine Genetik steckt und auch die Verpaarungspartner auf die DBE-Genetik testen zu lassen!

 

 

Die Zucht mit DBE kann wunderschöne und gesunde Tiere hervorbringen, wenn man Ahnung von dem hat was man tut, hat man dies aber nicht, produziert man lediglich Leid und Schmerz für das Tier und auch die zukünftigen Besitzer.

 

 

 

Unsere Labore für DBE-Genetik:

 

combibreed.de (Certagen Deutschland) und

 

genimal.com (Genimal Biotechnologies Frankreich)

 

Es gibt wirklich tolle DBE-Linien und verantwortungsvolle Züchter, die ich bei Bedarf sehr gerne weiterempfehlen werde. Außerdem stehe ich bei Fragen rund um DBE für Interessierte auch gerne zur Verfügung!

 

 

Preise für meine DBE-Tiere:

 

Liebhabertiere: 1500 Euro (inkl. Kastration und Audiometrie)

Zuchttiere: Preis variiert je nach Qualität, aber maximal 3000 Euro für Kater (inkl. Audiometrie)